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Nachhaltigkeit und Online-Handel, das ist eigentlich nicht vereinbar. Deshalb verschicke ich meine Waren nicht, sondern biete sie online zum Abholen im Laden an. Verpackungsmaterial und Energiekosten sowie Rücksendungen belasten die Umwelt aus meiner Sicht zu sehr. Deshalb habe ich mich bewusst gegen den Versand entschieden und baue darauf, dass dieser ungewöhnliche Weg unterstützt wird.

Die großen Modeketten bombardieren ihre Kunden und die Werbekanäle alle 4 bis 6 Wochen mit neuen Kollektionen. Ständig soll gekauft werden, Mode verkommt zu einem schnell konsumierten und kurzlebigen Produkt. Bei der Herstellung von Fast Fashion produzieren die Näherinnen unter Hochdruck immer neue Kleidung. Darunter leiden die Menschen, die Umwelt und letztendlich entsteht Mode von immer geringerer Qualität.
Als trauriger Höhepunkt landen viele Stücke auf dem Müll, denn es braucht Platz für die nächste Kollektion.

Alternativ dazu macht Slow Fashion die Prinzipien gute Qualität, saubere Umwelt und Fairness wieder salonfähig. Anstatt 12 Kollektionen im Jahr gibt es nur zwei. Es werden nicht drei preiswerte Blusen nach dem neuesten Trend gekauft, sondern eine hochwertige, zeitlose Bluse zu einem höheren Preis. Slow Fashion Labels machen keine Vorgaben, wie viele Teile der Einzelhandel abnehmen muss. Es ist möglich, wenig einzukaufen, also nur 1 Teil von jeder Größe. Auf diese Weise bleibt auch nicht viel im Laden hängen.

Gute Kleidung sollte nicht nur bequem und praktisch sein, sondern auch schön aussehen und die Weiblichkeit betonen. In meiner Boutique „Perlhund“ möchte ich meine Kundinnen dazu ermutigen, sich nicht nur praktisch und bequem, sondern attraktiv und körperbetont zu kleiden. Gern darf es dabei auch ein bisschen „mehr“ sein, deshalb gibt
es bei mir Damenmode bis Größe 46.

Mit der eigenen Boutique habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Früher war ich PR-Beraterin. In meiner Freizeit habe ich Schmuck aus Perlen gefertigt und viel gestrickt. Schließlich kippte die Stimmung bei meinem Arbeitgeber und ich stand vor der Entscheidung, wie es für mich weitergehen sollte. Durch eine Bekannte kam ich auf die Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen. Im Jahr 2007 war es dann soweit und ich verkaufte im „Perlhund“ selbst gefertigten Schmuck aus Perlen. Hinzu kamen nach Kundenwunsch individuell angefertigte Strickwaren.

Die Sortimentserweiterung durch hinzugekaufte Kleidung erfolgte dann 2012. Doch schnell merkte ich, dass ich diese Kleidung aufgrund ihrer Qualität nicht länger vertreten und verkaufen wollte. Auf Messen für Fair Fashion suchte ich nach Alternativen und fand auch welche. Von vielen Seiten erfuhr ich Gegenwind, man riet mir von meinem Vorhaben ab. Aber ich glaubte an meine Idee und war mir sicher, dass es Kundinnen geben würde, die meine Meinung teilen und zum Glück ist das auch so.

Heute verkaufe ich neben Kleidungsstücken auch Accessoires, darunter vor Ort auf der Strickmaschine gefertigte Mützen, Schals, Handschuhe und Capes. In meinem Arbeitsalltag genieße ich die mir entgegenbrachte Wertschätzung und Zustimmung. Aus Verkaufsgesprächen entwickeln sich immer wieder großartige Frauengespräche, die weit über Modeberatung hinausgehen. Für jede meiner Kundinnen kann ich die Zeit aufbringen, die sie verdient. Das ist ein sehr schöner Nebeneffekt, denn ich verkaufe nicht nur Slow Fashion, sondern ich bin Teil des Slow Movement geworden. Im „Perlhund“ gibt es also hochwertige Mode inklusive einer großen Portion Entschleunigung.

Besondere Wertschätzung und Sommermode bei Perlhund: Klicken Sie auf das Dokument, um den Artikel aus der  INsülz & klettenberg, Ausgabe 2.2020 zu lesen.